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Selbsterfahrungen in der Gruppentherapie

Gruppenteilnehrinnen und Gruppenteilnehmer berichten hier über ihre Selbsterfahrungsgruppe / Therapiegruppe / Coachinggruppe.

Ehemalige Mitglieder von abgeschlossenen Gruppen haben hier über ihre Selbsterfahrung geschrieben, damit Interessenten an Gruppentherapie / Gruppencoaching über mehr Informationen verfügen können, wenn sie sich vor der Gruppenerfahrung unsicher fühlen.

 

 

A. A. sagte nach seiner Gruppenerfahrung:

Hallo Herr Orive,

habe lange überlegt, was ich zu meinen Erfahrungen in der Gruppentherapie schreiben könnte.

Diese Aussage trifft es am besten.

"MUT – OFFENHEIT – RESPEKT

Werte die gelebt werden, Werte die helfen.

Eine unglaublich wertvolle und helfende Erfahrung, die frei macht.

ICH – BIN – FREI

Danke."

 

 

B.B. hat nach ihrer Gruppentherapie geschrieben:

Hallo Herr Orive,

ich schicken Ihnen nachstehend meine Worte/Gedanken/Erfahrungen zur Gruppentherapie:

Meine Erfahrungen in einer Gruppentherapie

Ich hatte mich auch gefragt, was ich mir wohl darunter vorstellen kann. Die Angaben zur Gruppentherapie brachten mir nur eine kleine Vorstellung darüber. Was mich letztlich ermutigte, dass der Therapeut über die Einhaltung der Normen und Regeln wacht. So dachte ich mir, wird mir schon nichts Schlimmes widerfahren.

Voller Erwartung und sehr nervös ging ich zur ersten Sitzung. Die Gruppe besteht aus vier Patienten und dem Therapeuten Herrn Orive. Meine Gruppe bestand aus zwei Männern und zwei Frauen. Wir waren sehr unterschiedlich im Charakter und in den Lebenserfahrungen, wie wir im Verlauf der Gruppentherapie feststellten. Doch trotz Unterschiede gab es Überschneidungen und Parallele in den Problemen. Meine Ermutigung ist: nur wer den Mut aufbringt und von seinen Problemen erzählt, gewinnt damit das Vertrauen der Gruppe und erhält die Chance etwas zu ändern. Da letztlich alle etwas von sich preisgeben und eine Schweigepflicht besteht, sollte die Angst nicht blockieren. Wir vier hatten die Erfahrung gemacht, dass die befürchteten Reaktionen ausblieben. Verständnis oder Interesse sowie Anteilnahme waren die Reaktionen. Zudem lebt eine Gruppe durch Mut zur Offenheit. Vertrauen und Verständnis wachsen somit in der Gruppe. Schnell hatten wir kein befremdliches Gefühl mehr und empfanden die Gruppe als Hilfe. Wie muss man sich nun den Verlauf vorstellen? Im Grunde stellen sich alle vier Patienten vor und erzählen von ihrem Problem. Die Vorstellungsrunde kann jedoch auch über mehrere Sitzungen andauern, da der Verlauf einer Sitzung nicht vorhersehbar ist und je nach der aktuellen Situation bestimmt wird. Ein Patient erzählt von seiner Situation und die Mitpatienten geben ein Feedback dazu oder stellen Fragen. Dadurch kann sich das Thema und teilweise auch der "Fokuspatient" ändern. Doch selbst wenn man gerade nicht im "Mittelpunkt" steht, heißt es nicht, dass man nichts daraus lernen kann. Eine Gruppentherapie erfordert 100 Minuten Aufmerksamkeit. Da es Parallelen der Probleme gibt, kann man auch aus der Situation eines anderen Patienten seine Schlüsse ziehen. Somit kann man nicht nur ausschließlich durch das erfahrene Feedback lernen. In der Gruppe können Lösungsansätze für das Problem besprochen werden. Durch vier andere Sichtweisen kann die eigene Sichtweise unter Umständen korrigiert werden und damit zur Behebung des Problems beitragen. Mir hat die Gruppentherapie geholfen, einen Überblick über meine "Probleme" zu erhalten. Ich habe mich durch diese Therapie näher kennen gelernt und wurde mir über manches bewusster. Die Übungen in der Gruppe haben dabei entscheidend geholfen. Unter den Übungen kann man sich sowas wie Autogenes Training oder kleine Rollenspiele vorstellen. Dabei werden die Gedanken und Gefühle vom Therapeuten abgefragt. Es war erstaunlich was für Reaktionen des Körpers teils möglich waren durch die Energie der Gruppe. Vielleicht hört sich das jetzt sehr spirituell an - ich hatte es zuvor auch nicht für möglich gehalten - aber mit Konzentration auf seinen Körper konnten Veränderung festgestellt werden. Um ein Beispiel zu geben: ich hatte bei Übungen festgestellt, keine Verbindung zu meinem Bauch zu haben. Zum Ende der Therapie konnte ich (Energie in) meinem Bauch spüren.

Therapie bedeutet Mut. Mut zur Veränderung. Der Mut wird sich auszahlen!

Ich wünsche den Mut und eine erfolgreiche Therapie.

 

C.C. erzählt nach ihrer Gruppenerfahrung:

Vor der Gruppentherapie, war ich durch mein Trauma bereits in Einzeltherapie bei Herrn Orive. Er machte mir Mut diese auszuprobieren, da sie mir bei meiner Problembewältigung helfen könnte. Seit einem Arbeitsunfall habe ich ein Handicap, das ich versuche zu kaschieren, so dass ich nicht darauf angesprochen werde wollte. Die Konfrontation wühlte mich emotional ständig auf und ich wollte nicht mehr leiden, diesen Schmerz spüren oder das Gefühl habe mir fehlt etwas, also bin ich weniger Wert als andere.

Ein wenig ängstlich war ich, trotzdem war ich gespannt auf welche Personen ich treffen würde, was sie für Probleme haben. Sollte ich tatsächlich nicht ganz allein sein mit meinen Problemen? In der ersten Stunde stellten wir uns alle vor, erzählten warum wir da sind. Herr Orive, war als „Vermittler“ da, gab den Stein des Anstosses in wichtigen Phasen. Sprich wenn erzähltes von einer Person in der Gruppe weiter diskutiert, intensiviert werden sollte.

Mir haben die Gespräche über meine Handicap, wie die anderen auf mich reagieren würden sehr geholfen und ich konnte meine Angst abbauen mich vor anderen zu zeigen, so wie ich bin. Ich hab mich nach dem Ende der Gruppe vollständig gefühlt und bin geheilt.

Der Umgang miteinander war sehr rücksichtsvoll, trotzdem hat jeder gesagt was er dachte und es hat nie den Therapieraum verlassen.

Ich habe unter Einverständnis aller Beteiligter auch meinen damaligen Partner mitgebracht und offen in der Runde über wichtige Probleme mit ihm diskutiert. Die anderen haben dabei mir versucht seine Sicht der Dinge wieder zu geben und umgekehrt, so dass wir aus den Erfahrungen der anderen für uns profitieren konnten und den anderen besser verstanden.

Ich denke Rückblickend, dass die Gruppe meinen Heilungsprozess dynamisiert hat. Ich schneller wachsen und genesen konnte. Man teilt etwas, ist für einander da, hilft sich, es ist ein anderes Gefühl als sich mit „einem“ Therapeuten zu unterhalten, man hat ganz viele Meinungen zu einem Punkt, wie auch in Realität, es gibt immer viele Lösungen und man steht in einer starken Gemeinschaft!

D.D berichtet nach der Gruppentherapie:

"Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich die Gruppentherapie anfangen soll oder nicht. Zunächst war es mir schwer vorstellbar mich im Kreise dreier Unbekannter zu öffnen und von meiner Vergangenheit und meinen aktuellen Problemen zu erzählen. Doch ich wagte diesen Schritt und ließ mich auf die Gruppe ein. Letztlich wurde ich dadurch vor ganz neue Probleme gestellt und merkte schnell wie schwer es mir fiel mich zu öffnen. Doch dieser Widerstand zeigte mir dann deutlich, dass ich selbst meine Trauma-Vergangenheit nicht annehmen wollte und ich daher solche Probleme hatte mich auf die Gruppe einzulassen. Als ich diesen Zusammenhang endlich verstanden hatte, wagte ich den Schritt und erzählte in der Gruppe von meinem Erlebnissen, Erinnerungen und Gefühlen. Wie wichtig dieser Schritt war, zeigte sich dann erst im Nachhinein und wäre ohne Gruppe so nicht geschehen.

Geprägt von dieser ersten Gruppenerfahrung ließ ich mich ein Jahr später nochmal auf eine Gruppentherapie ein. Ich bemerkte schnell, dass ich ganz anders einsteigen bzw. mich einlassen konnte. Als es konkreter um die Trauma-Arbeit ging, fürchtete ich eine kollektive Hilflosigkeit, die jedoch nicht entstand. Die anderen drei Gruppenteilnehmer wirkten wie eine emotionale Unterstützung, die es erst möglich machte so genau hinzusehen.

Die beiden Gruppenerfahrungen waren wichtige Bausteine auf meinem Weg der Heilung und ich bin im Nachhinein froh, dass ich mich darauf eingelassen habe."


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