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F48.1 Depersonalisations- , Derealisationssyndrom

Depersonalisation und Derealisation (DDS)

WAS IST DAS?

Die Empfindung, dass ihre geistige Aktivität, ihr Körper oder die Umgebung sich in ihrer Qualität verändert haben, und unwirklich, wie in weiter Ferne oder automatisiert erlebt werden:

 

 

Was ist das nicht?

Ausschluss:

  • Es wird keine Veränderung der Persönlichkeit erlebt.
  • Die Einsicht, dass die Veränderungen nicht von außen durch andere Personen oder Kräfte eingegeben wurde, bleibt erhalten.
  • Intakte Realitätsprüfung.
  • DDS ist KEINE psychotische Störung und kündigt keine an. 
  • Depersonalisation und Derealisation sind in der Gruppe der dissoziativen Störungen (Konversionsstörungen) NICHT miteingeschlossen, da in der Regel nur Teilbereiche der persönlichen Identität betroffen sind und diese Störungen nicht mit Leistungseinbußen in den Bereichen Wahrnehmung, Gedächtnis oder Bewegung einhergehen.

Derealisation

  • Empfindung von Unwirklichkeit:  Objekte, Menschen oder die Umgebung sehen unwirklich, künstlich, fremd, verzerrt, stumpf, farblos, leblos, eintönig aus und sind uninteressant.
  • Empfindung der Umgebung wie eine Bühne, auf der jedermann spielt.

Depersonalisation

  • Empfindung, man selbst ist weit entfernt oder "nicht wirklich hier".
  • Eigene Gefühle und Erfahrungen als losgelöst, fern, nicht als seine eigenen.
  • Eigene Gefühle und Bewegungen scheinen zu jemand anderem zugehören.
  • Empfindung, in einem Schauspiel mitzuspielen.

Symptome bei Derealisation-Depersonalisation:

  • Aus heiterem Himmel fühle ich mich fremd, als ob ich nicht wirklich wäre oder als ob ich von der Welt abgeschnitten wäre.
  • Was ich sehe, sieht “flach” oder “leblos” aus, so als ob ich ein Bild anschaue.
  • Teile meines Körpers kommen mir vor, als ob sie nicht zu mir gehören wurden.
  • Ich verspürte keine Furcht in Situationen, die man normalerweise als beängstigend oder belastend erlebt.
  • Meine Lieblingsaktivitäten kann ich nicht mehr genießen.
  • Während ich etwas tue, habe ich das Gefühl, als ob ich ein von mir „abgetrennter Beobachter“ meiner selbst wäre.
  • Der Geschmack von Speisen ruft bei mir weder Genuss noch Ekel hervor.
  • Mein Körper scheint sehr leicht zu sein, so als ob er in der Luft schwebt.
  • Wenn ich weine oder lache, kommt es mir vor, als ob ich dabei keine Gefühle empfinde.
  • Ich habe die Empfindung, als ob ich überhaupt keine Gedanken mehr hätte. Wenn ich spreche, kommt es mir vor, als ob ein „Roboter“ die Worte äußert.
  • Vertraute Stimmen (einschließlich meiner eigenen) klingen entfernt oder unwirklich.
  • Ich habe das Gefühl, als ob meine Hände oder Fuße kleiner oder größer geworden wären.
  • Ich erlebe mich wie abgetrennt von meiner Umgebung oder diese erscheint mir unwirklich, so als ob ein Schleier zwischen mir und der äußeren Welt wäre.
  • Es kommt mir vor, als ob Dinge, die ich kürzlich getan habe, bereits lange Zeit zurückliegen. Zum Beispiel etwas, was ich heute morgen getan habe, kommt mir vor, als ob ich es bereits vor Wochen gemacht hätte.
  • Während ich ganz wach bin, habe ich „Traumbilder“ in denen ich mich wie von außerhalb sehe, so als ob ich mein Bild in einem Spiegel betrachte.
  • Ich komme mir wie abgetrennt von Erinnerungen an Ereignisse meines Lebens vor, so als ob ich nicht daran beteiligt gewesen wäre.
  • Eine neue Situation kommt mir so vor, als ob ich sie bereits schon einmal erlebt hätte.
  • Aus heiterem Himmel bemerke ich, dass ich jede emotionale Verbundenheit mit Familienmitgliedern und engen Freunden verliere.
  • Gegenstände in meiner Umgebung kommen mir kleiner oder weiter entfernt liegend vor.
  • Es kommt mir so vor, als ob ich Gegenstände, die ich berühre nicht richtig spüre, so als ob ich nicht derjenige wäre, der sie berührt.
  • Ich scheine nicht fähig zu sein, mir Dinge bildlich vorzustellen, zum Beispiel das Gesicht eines vertrauten Freundes oder einen vertrauten Ort.
  • Wenn ein Teil meines Körpers schmerzt, komme ich mir so abgelöst von dem Schmerz vor, „als ob es der Schmerz eines anderen wäre“.
  • Es kommt mir vor, als ob ich mich außerhalb meines Körpers befinde.
  • Wenn ich mich bewege, habe ich nicht den Eindruck, dass ich meine Bewegungen steuere, so dass ich mir „automatenhaft“ und mechanisch vorkomme, als ob ich ein „Roboter“ wäre.
  • Gerüche rufen bei mir weder angenehme Empfindungen noch Ekel hervor.
  • Ich komme mir wie abgelöst von meinen Gedanken vor, so als ob diese unabhängig von mir existieren.
  • Ich muss mich selbst anfassen, um mich zu vergewissern, dass ich einen Körper habe und wirklich existiere.
  • Es kommt mir vor, als ob ich körperliche Empfindungen (z. B. Hunger und Durst) verloren habe, so dass Essen oder Trinken mir wie eine automatische Routine erscheint.
  • Früher vertraute Plätze erscheinen mir fremd, so als ob ich sie zuvor nie gesehen hätte.
  • Wenn ich in den Spiegel schaue, kommt es mir vor, als ob ich mich nicht darin erkenne.

Mögliche prädisponierende Bedingungen:

Mögliche Auslöser:

  • Stresserlebnisse.
  • Psychosoziale Belastungen.
  • Traumatische Erlebnisse (Tod, Trennung, Verlust, Unfall). 

Mögliche Funktion:

Vermeidungsverhalten: Flucht vor dem vollen Erleben der Wirklichkeit (Michal).

 

 

Psychotherapiebedarf:

- Langzeittherapie mit mehr als 50 Sitzungen.

 

 

Behandlungs- und Bewältigungsstrategien:

  • Starker, sehr vertrauter therapeutischer Rapport.
  • Erden.
  • Achtsamkeitsmeditation. Selbstwahrnehmung der Symptomfreiheit.
  • Vertiefung in der Wahrnehmungsdynamik dieser Achse: Nach außen Sichtbares gegenüber Von innen Sichtbares.
  • Zwangsgedankenstopp.
  • Aufmerksamkeitslenkung: Weg von Symptoms-Fokussierung/ ängstlicher Selbstbeobachtung.
  • Reduktion einer negativen (katastrophischen) Bedeutung der Symptomatik.
  • Reduktion von Vermeidungshandlungen und -Gedanken.
  • Verbesserung der Gefühlswahrnehmung, -Benennung und -Ausdruck (Gruppentherapie). Förderung des emotionalen Erlebens, weg vom selbstbeobachtenden Erlebens.
  • Umstrukturierung von hiermit verbundenen, dysfunktionalen Vorstellungen über sich selbst und das Verhalten anderer Menschen.
  • Symptomtagebuch mit Erfassung damit verbundener Ängsten.
  • Psychohygiene. Gesunde Lebensführung.
  • Reduktion von übertriebenem Sicherheitsverhalten in Beziehungen/ Angst vor Kontrollverlust.
  • Steigerung der Selbstsicherheit.
  • Verbesserung der funktionalen Selbst- und Fremdwahrnehmung.

 

 

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