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Verhalten in der Gruppentherapie

Verhalten in der Gruppentherapie

Vorschläge zum Verhalten in der Selbsterfahrungsgruppe.

  • Achten Sie während der ganzen Sitzung auf Ihre eigenen Gefühle, Gedanken, Impulse, körperliche Empfindungen!
  • Drücken Sie diese umgehend aus oder teilen Sie diese umgehend mit! Was bei Ihnen entsteht sollte in die Gruppe hineinfließen.

Dies ist ein Anteil Ihres Beitrags zur Gruppendynamik. Dieser Inhalt muss nicht unbedingt rationell verständlich sein.

Dies kann man verbal (mithilfe der Sprache, sei es in einer strukturierten oder auch einer nicht strukturierten Botschaft) oder auch nicht verbal (Gestik, Motorik, Körperhaltung und –Wendung, Position im Raum, nicht verbale Nutzung der Sprache) durchführen.

Wenn Sie diese bei sich selbst behalten und Sie diese nicht in die Gruppe hineingeben blockieren Sie die Gruppendynamik und damit die Wirksamkeit der Gruppenarbeit.

Riskieren Sie was dabei! Seien Sie mutig dabei!

Dieses könnte neutrale, positive und auch negative Reaktionen bei den anderen Mitgliedern verursachen. Alle drei sind richtig und Sie sollten üben, mit allen drei leben zu können!

  • Achten Sie während der ganzen Sitzung auf die Prozesse, Inhalte, Mitteilungen, Emotionen und Einstellungen der anderen Gruppenmitglieder.

Diese können verbale und nicht verbale sein.

Diese können offensichtliche Dinge sein, die jeder hören oder sehen kann.

Diese können auch bei Ihnen in Ihrer inneren Person Reaktionen auslösen, so dass Sie bei sich selbst etwas spüren können, was durch das andere Gruppenmitglied ausgelöst wird.

In dem Sie darauf reagieren: indem Sie Ihre eigene innere Reaktion in die Gruppe (als Ausdruck oder als Mitteilung) hineingeben, melden Sie etwas, was eventuell bei dem anderen Gruppenmitglied stattfindet oder eventuell auch etwas, was bei Ihnen selbst stattfindet.

In wie weit dies eine reine Projektion von Ihnen selbst ist oder eine saubere Spiegelung dessen, was bei dem anderen Gruppenmitglied stattfindet, das ist egal.

Die Überlegungen solcher Möglichkeiten sollten Sie in Ihrem Ausdruck oder Mitteilung nicht bremsen!

  • Sie arbeiten in der Gruppe als Patient oder als Selbsterfahrender.
  • Sie arbeiten in der Gruppe auch als Coach zur Unterstützung der anderen Gruppenmitglieder in deren Selbstentwicklungsprozess.
  • Versuchen Sie dem anderen Gruppenmitglied zu helfen, zu unterstützen, zu fördern. Mit voller Kraft und Wucht.

Dies tun Sie nicht, indem Sie passiv bleiben, indem Sie als Zuschauer teilnehmen. In diesem Sinne sind Sie nur ein Parasit in der Gruppe.

Versuchen Sie es mit allem, was Ihnen einfällt oder durch den Ausdruck und Mitteilung Ihrer Wahrnehmungen.

Das heißt: durch Spiegelung, Feedback, Haltung als Gegenüber, Vorschläge, Rückmeldung von Verständnis oder Nichtverständnis, Einverständnis oder auch Konfrontation oder Mitteilung von eigenen inneren Reaktionen.  

  • Sie arbeiten in dieser Art von Gruppenarbeit am wirksamsten als Coach, wenn Sie sich in diese Auseinandersetzung persönlich vollständig hineinbringen auf der Mensch zu Mensch-Ebene, das heißt, wenn Sie von sich selbst und mit sich selbst wirklich was riskieren.
  • In diesem Sinne sind hier meistens Ratschläge oder analytische oder pädagogische Interventionen ineffizient, pures nutzloses steriles Intellektualisieren.
  • In diesem Sinne ist hier erstmals die Arbeit an den Emotionen, inklusive körperlichen Empfindungen die einzig sinnvolle Basis-Gruppenarbeit.

Daraus entsteht dann eine Auswirkung auf die Glaubensebene.   

  • Aus der Arbeit an den Emotionen, Grundgefühlen und inneren Haltungen sollte dann tatsächlich eine kognitive –gedanklich bewusste- Klarheit darüber erfolgen, welche Verhaltensmuster zu verändern sind und auch wie diese Veränderungen zu verwirklichen -durchzuführen- sind.  
  • Das heißt, es reicht nicht damit, Emotionen auszudrücken und spektakuläre Katharsen (affektive Entladungen) zu erfahren, die sicher sehr erleichternd und wohltuend sein können.
  • Es ist an diesem Punkt dann tatsächlich notwendig, doch „mit dem Kopf“, mit der „Intelligenz“ zu arbeiten, um genau zu beschreiben, wie das neue Verhalten auszuüben ist.

Diese ist eine rein pragmatische Ebene, die den vorherigen Prozess ergänzt und vervollständigt.

Also genau herausfinden und definieren, wie das Zielverhalten ausgebaut wird, wie man es tut.

Hier können z.B. Problemlösungen ausgearbeitet werden oder auch z.B. neue Lebensstrukturen kreiert werden. Alternativen werden gefunden.

Dies ist aber nur ein Teil der Therapiearbeit. Wenn man versucht, sich nur auf diese Arbeitsart zu fokussieren, versäumt man die obigen Strategien und geht man garantiert nicht in die tiefe Veränderung, weil man sie nicht erreicht. Dies ist oft eine Abwehrstrategie, um den Kern der Sache zu vermeiden, weil man davor (vor der Veränderung, vor den Gefühlen, vor der Auseinandersetzung mit sich selbst...) Angst hat.

Dieser Teil der Arbeit findet teilweise mit den anderen Mitgliedern im Therapieraum statt.

  • Dieser Teil muss aber umgehend anschließend nach der Gruppe innerhalb der schriftlichen Reflexion durchgeführt werden: so entsteht das zu erreichende Ziel im Zeitraum zwischen den Sitzungen und dann die dafür notwendige Hausaufgabe. In dieser Zeit im Realleben auf der Wildbahn werden Verhaltensexperimente durchgeführt.

Denn es reicht wirklich nicht mit der Arbeit im Therapieraum.

 

Manchmal übernimmt die Arbeit mit einem Fokuspatient-Gruppenmitglied dem Fokus der Gruppenarbeit mehrere Sitzungen nacheinander. Dies ist normal. Aber vielen fällt es schwer, weil sie z.B. denken, dass sie diese Recht nicht haben oder solche Intellektualisierungen, oder weil es für manche schwer ist, auszuhalten, dass das Braten tagelang brät. Gruppentherapie ist kein Fast Food.  

  • Wenn Sie sich als Gruppenmitglied in diesen Prozess mit dem Fokuspatient wie oben beschrieben hundertprozentig hineinbringen, wird es sich dann auch auf jedes Gruppenmitglied verändernd auswirken.
  • In diesem Sinne ist es notwendig, den Fluss des tatsächlich in der Gruppe stattfindenden Geschehens zu folgen, ihn nicht zu unterbrechen oder zu stoppen.
  • Es ist dabei erlaubt, Prozesse von mehreren Gruppenmitgliedern gleichzeitig geschehen zu lassen, so dass man einen Fokuspatient und mehrere sekundäre Fokuspatienten gleichzeitig in Betrieb hält, auch wenn es verrückt aussehen könnte (was zwanghaft strukturierte Menschen nicht aushalten). Meistens sind diese Prozesse im Gruppengeschehen verbunden, auch wenn man es auf dem ersten Blick nicht merkt. Metapher: in den besten Filmen laufen mehrere Geschichten und mehrere Ebenen des Drehbuchs gleichzeitig bis zum Gipfel.
  • Ein Happy End ist nicht immer das beste Ende. Manchmal hat ein schmerzhafter Ausgang mehr Veränderungskraft. Wenn eine Kognitive Dissonanz (der Kreis ist nicht geschlossen, innere Anteile erweisen sich als widersprüchlich, die bisher geführte Fassade sieht wie eine Farse aus) intensiv ist und die damit verbundenen Gefühle richtig jucken, dann vergrößert sich die Veränderungsmotivation.

 

 

METHODE

Meine Methodik der Gruppentherapie wird maßgeschneidert je nach Gruppenkonstellation angepasst:

  • „Therapie eines Einzelnen in der gesamten Therapiegruppe“, wenn die anderen Gruppenmitglieder als teilnehmende Beobachter wirken.
  • Oder „Therapie des Einzelnen durch die Gruppe“, wenn die Gesamtgruppe als therapeutisches Werkzeug arbeitet (Betonung der aktuellen Situation des Miteinanders im Hier und Jetzt).

 

METHODE meiner Therapiegruppe:

  • ABC –Modell nach Albert Ellis
  • Aktivitätenaufbau
  • Arbeit mit leeren Stühlen
  • ATP Assertiveness - Training - Programm nach Ullrich de Muynck
  • Aufbau verstärkender Aktivitäten.
  • Bioenergetische Übungen
  • Bisher ungewohnte Verhaltensweisen erproben
  • Direkte Beobachtung der Entwicklung interpersoneller Schwierigkeiten und ihrer Auslöser
  • Direkte Übung interpersonellen Verhaltens
  • Durchsetzungsübungen.
  • Entspannungsverfahren.
  • Erfahrungsaustausch.
  • Erleben von Affekten.
  • Erwerb von Spannung reduzierenden Maßnahmen (Skills).
  • Es wird eine Situation aus dem Alltagsleben bearbeitet, von der der Fokuspatient berichtet hat.
  • Fokus auf spezifischen Belastungssituationen.
  • Gegenseitige Hilfestellung innerhalb der Therapiegruppe
  • Gemeinsame Auswertung von Verhaltensprotokollen.
  • Informationsvermittlung über die jeweilige Störung
  • Kleingruppenarbeit
  • Kognitive Umstrukturierung
  • Kommunikationsübungen.
  • Lernen am Modell.
  • Moderierte Gespräche.
  • Pro –Kontra -Listen
  • Problemanalyse
  • Reflexion der übernommenen Rollen der Teilnehmer
  • Rollenspiele.
  • Selbstsicherheitsübungen
  • Sich gegenseitige Unterstützung in der Therapiegruppe gewähren.
  • Strategien im Umgang mit der Erkrankung erarbeiten.
  • Skulpturarbeit nach Albert Pesso
  • Soziales Kompetenztraining
  • Spielfeld für Experimente.
  • Strukturiertes Feedback.
  • Systemaufstellungen
  • Tagesstrukturierung.
  • Übungen zum Aufbau und zur Verbesserung des sozialen Verhaltens.
  • Verhaltensanalysen
  • Verhaltensbeobachtung in der Therapiegruppe.
  • Verhaltensproben.
  • Vermittlung von Modellen über die Entstehung und Aufrechterhaltung der Störung
  • Zieldefinition

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