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Verhalten in der Therapiegruppe

Verhalten Gruppentherapie

Vorschläge zum Verhalten in der Selbsterfahrungsgruppe.

 

ERLEBENSORIENTIERTE GRUPPENTHERAPIE

Über die Störung zu erzählen? So arbeiten wir hier definitiv NICHT. Das machen wir mit unseren Freunden oder sogar mit diesen Gruppenmitgliedern im Cafe, jedoch nicht während der Gruppentherapiesitzung.

Eine reflektierte Bedingungs- und Verhaltensanalyse der Problemsituation und der dysfunktionalen Reaktionen? Auch nicht in diesen erlebensorientierten Gruppen. Dafür haben wir die Einzelsitzungen und die Hausaufgaben.

Denn wir sind hier nun alle Gruppenmitglieder zusammen und das ermöglicht uns, etwas Reales, Gegenwärtiges, Hier-und-nun-statt-findendes zu ERLEBEN:
Ein reales Erlebnis in der Interaktion mit den hier anwesenden Menschen.
Und ein damit verbundenes emotionales ERLEBEN.

Diese stattfindende Erfahrung ist eine Selbsterfahrung: ein Erkennen von mir selbst in Austausch/ Kontakt/ Nähe/ Distanzierung/ Zusammensein/ Wahrnehmen von dem Allen mit diesen Menschen hier. Es handelt sich um ein soziales Erleben. Meine sozialen Kompetenzen, meine Denk-, Fühlen- und Handelsmuster... vermitteln dieses Erlebnis und dieses Erleben.

Wiederholungen des schon Bekannten inszenieren sich hier sofort. Alternative Verhaltensweisen werden hier eingeleitet und SOFORT getestet.

Dieses Labor in diesem geschützten Gruppentherapieraum mit diesen Gruppenregeln unter der Leitung von diesem fordernden un fördernden Gruppentherapeuten ist eine einmalige, gnadenlose Chance, mich selbst in lebender Interaktion und mittels  emotionaler und gedanklicher Verarbeitung während der Sitzung und in der anschliessenden Reflexion, mittels  Verarbeitung in der Nachtruhe und mithilfe von weiteren Alltags-Transfer-Aufgaben besser kennenzulernen, meine Muster zu verändern,  meine sozialen Kompetenzen und meine Selbstregulation zu erhöhen.

 

SELBSTVERANTWORTUNG

Sie beeinflussen vollständig durch Ihr eigenes Verhalten den Verlauf, den Erfolg Ihrer eigenen Therapie und die der ganzen Gruppenmitglieder.

Ihr Verhalten ist einer der wichtigsten Faktoren in diesem Prozess. Die Summe des Verhaltens aller Gruppenmitglieder bestimmt das Ereignis.

Was Sie sich aus dieser Gruppenerfahrung holen, das hängt hauptsächlich von Ihrem Verhalten ab. Z.B. wenn Sie sich langweilen oder wenn Sie abschalten oder abheben, oder wenn Sie sich unterfordert oder überfordert fühlen, wenn Sie nur leiden oder nur spielen oder nur lügen, dies können Sie verändern.

Sie können mithilfe Ihres Verhaltens Ihr eigenes privates Erleben und auch das gesamte Gruppengeschehen verändern. Sie können auch die gesamte Gruppentherapie für alle Mitglieder ruinieren. Sie tragen hier eine sehr große Verantwortung für sich selbst und auch für die anderen. Aus diesem Grunde z.B. beendet der Gruppenleiter die Therapiegruppe, wenn er sieht, dass ein Gruppenmitglied dazu führen wird.

 

AKTIVE TEILNAHME

In diesem Sinne, ist die Teilnahme an dieser Gruppentherapie und Selbsterfahrungsgruppe ein aktives Geschehen.

Sie sind hier kein Zuschauer, kein Patient wie Sie es leider aus der westlichen Schulmedizin kennen.

Sie sind hier ein mitverantwortlicher Schöpfer einer Gruppenerfahrung, die das Leben mehrerer Menschen tief verändert.

Sie sind hier keiner, der sich versteckt. Sie sind hier keiner, der ständig wiederholt, was Sie immer bisher getan haben. Nein. Sie fangen hier an, sich anders zu verhalten als Sie sich früher verhalten haben.

Dieses aktive, verändernde Verhalten verursacht den Wachstumsprozess.

Erfahrungsgemäß erlebt man in dieser Gruppenerfahrung, was Sie in Ihrem bisherigen Lebensverlauf gehindert hat. Dieser ist der Selbsterfahrungsanteil.

Wenn Sie de facto in Ihrem Gruppenverhalten darauf bestehen, das dysfunktionale Verhalten innerhalb der Gruppe fortzusetzen, zu wiederholen, dass bekommen Sie durch die anderen Gruppenmitglieder deutliche Signale. Dies hilft Ihnen, das Problem einzusehen, das Sie mit sich selbst tragen.

Erfahrungsgemäß gehen Sie z.B. den anderen Gruppenmitgliedern auf die Nerven, wenn Sie das dysfunktionale Verhalten fortsetzen. Und dies bekommen Sie zu spüren. Denn die Gruppe wünscht sich Ihre Verbesserung, Ihre Genesung. Die Gruppe fordert Sie heraus. Dies kennen Sie schon z.B. aus der Partnerschaft.

Auch in diesem Sinne sind Sie als Gruppenmitglied als Herausforderer herausgefordert. Oder als Beschützer herausgefordert. Oder als Rückmelder herausgefordert. Wenn Sie diese Aufgaben als Gruppenmitglied versäumen, wenn Sie hiermit passiv sind, dann hemmen Sie erheblich den Gruppenprozess. Wenn alle Gruppenmitglieder sich so verhalten würden, dann wäre der Gruppenprozess zur Stagnierung programmiert.

Wenn Sie in Ihrem Verhalten in der Gruppe funktionale, fördernde Handlungen und Haltungen zeigen, bekommen Sie erfahrungsgemäß positive, verstärkende Rückkoppelung von den anderen Gruppenmitgliedern. Sie helfen der Gruppe und die Gruppe ist Ihnen dankbar dafür.

Die aktive Teilnahme der Gruppenmitglieder wirkt sich rückkoppelnd aus. Je engagierter die Gruppenmitglieder arbeiten, desto vielseitiger und intensiver sind die therapeutischen Wirkungen: Einsichten, Entwicklung von neuen funktionalen Verhaltensmuster, Verarbeitung und Bewältigung von Konflikten, Öffnung von neuen Lebenspotentialen, usw.

 

INTERAKTIVE SELBSTÖFFNUNG

Sich trauen, die zutreffenden Anteilen eigener innerer Welt für die anderen Gruppenmitglieder sichtbar zu machen, ist eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme an dieser Gruppentherapie.

Und dies geschieht NICHT NUR, indem man auf dem Sessel sitzt und über die eigene Biografie berichtet. Diese Gewohnheit passt hier nicht. Erzählen über die eigenen Geschichten ist hier nicht die Methode. Dies ist der Unterschied zum Stammtisch oder zum Kaffeeklatsch. 

Im Gegenteil, Sie sind herausgefordert, hier über momentanes Erleben nicht nur zu berichten, sondern Sie sind dazu eingeladen, ihr hiesiges Erleben in Interaktion zu verwandeln.

Wir üben hier interaktiv im hier und jetzt. Und wir verbalisieren, was da gerade stattfindet, wir teilen es mit und wir handeln.

Dabei verbessern wir unsere sozialen Kompetenzen. Denn wir üben interaktiv, verantwortlich für mich selbst und auch für den anderen Menschen zu handeln.

Wir arbeiten hier im sozialen Kontext. Deswegen achten wir darauf, was wir mit dem anderen Gruppenmitglied machen. Wir wirken wohltuend, behilflich, orientierend, unterstützend.

Wir distanzieren uns von Selbstbezogenheit und Egoismus innerhalb dieser Gruppe. Die Selbstentwicklung des anderen Gruppenmitgliedes ist uns hier wichtig. Wir möchten lernen, unsere Beziehungen zufriedenstellender zu gestalten.

 

 

SELBSTWAHRNEHMUNG UND SELBSTAUSDRUCK

Achten Sie während der ganzen Sitzung auch auf Ihre eigenen Gefühle, Gedanken, Impulse, körperliche Empfindungen!

Drücken Sie diese umgehend aus oder teilen Sie diese umgehend mit! Was bei Ihnen entsteht sollte in die Gruppe hineinfließen.

Dies ist ein wichtiger Anteil Ihres Beitrags zur Gruppendynamik. Dieser Inhalt muss nicht unbedingt rationell verständlich sein.

Dies kann man verbal (mithilfe der Sprache, sei es in einer strukturierten oder auch einer nicht strukturierten Botschaft), oder paraverbal (z.B. mündliche Geräusche oder Töne) oder auch nicht verbal (Gestik, Motorik, Körperhaltung und –Wendung, Position im Raum) durchführen.

Wenn Sie dieses Erleben bei sich selbst behalten und Sie diese nicht in die Gruppe hineingeben, blockieren Sie dann die Gruppendynamik und damit die Wirksamkeit der Gruppenarbeit.

Riskieren Sie was dabei! Seien Sie mutig dabei!

Dieses könnte neutrale, positive und auch negative Reaktionen bei den anderen Mitgliedern verursachen. Alle Gruppenmitglieder sind in diesem Sinne richtig und Sie sollten üben, damit leben zu können!

Achten Sie während der ganzen Sitzung auf Ihre eigenen inneren Prozesse und bringen Sie diese in das Gruppenbewusstsein, indem Sie diese mitteilen oder ausdrücken. Dabei sind Sie stets aktiv in der Interaktion, Sie bringen ein notwendiges Input hinein, so dass Ihr Inneres sich hier interaktiv entwickeln kann.

Verstehen Sie hier unter Gruppenmitglied alle Kunden und auch den Gruppenleiter.

 

FREMDWAHRNEHMUNG UND FEEDBACK

Achten Sie während der ganzen Sitzung auf die Prozesse, Inhalte, Mitteilungen, Emotionen und Einstellungen der anderen Gruppenmitglieder.

Diese können u.a. verbale und nicht verbale Phänomene sein.

Diese können u.a. offensichtliche Phänomene sein, die jeder hören oder sehen kann.

Diese unterschiedlichen Prozesse der anderen Mitglieder können auch bei Ihnen in Ihrer inneren Person Reaktionen (Gedanken, Gefühle, körperliche Empfindungen, Impulse) auslösen, so dass Sie bei sich selbst etwas spüren oder denken können, was durch das andere Gruppenmitglied ausgelöst wird.

In dem Sie darauf reagieren, indem Sie Ihre eigene innere Reaktion in die Gruppe (als Ausdruck oder als Mitteilung oder als mitteilende Körperhaltung) hineingeben, melden Sie gesellschaftlich etwas, was eventuell bei dem anderen Gruppenmitglied stattfindet oder eventuell auch etwas, was bei Ihnen selbst stattfindet.

In wie weit dies eine reine Projektion von Ihnen selbst ist oder eine saubere Spiegelung dessen, was bei dem anderen Gruppenmitglied stattfindet, das ist für unsere therapeutischen Zwecke erstmals egal.

Ihre Überlegungen darüber, ob es möglicherweise nur etwas von Ihnen selbst (reine Projektion) sein könnte, sollten Sie in Ihrem Ausdruck oder Mitteilung nicht bremsen! Ihr Kopf sollte Sie hier nicht bremsen!

Diese Rückmeldungen und Reaktionen der anderen Gruppenmitglieder helfen dem Fokuspatienten besser wahrzunehmen und sogar zu verstehen, was an seinem eigenen Leben stattfindet, wie er gerade handelt und worin es besteht. Der Fokuspatient bekommt Sonden, Bilder, Messungen, Spuren seiner eigenen Realität mithilfe von den anderen Gruppenmitgliedern.

 

PROJEKTION

Es ist genau richtig, wenn Sie innerhalb  unserer Interaktionen anfangen, auf ein anderes Gruppenmitglied kräftig und krass zu projizieren. Das ist hier erwünscht. Das ist hier notwendig. Das soll möglichst zum Ausdruck kommen.

Der Gedanke: "Ach! ... ich projiziere gerade... ich brauche nicht reagieren, denn das ist halt einfach meine Projektion..."

Dieser Gedanke und die darauf folgende NICHTHANDLUNG ist psychologische Abwehr und bremst die Gruppendynamik und den Therapieprozess.

Denn wir sind hier in keiner Meditationssitzung. Wir erzielen hier viel, viel mehr als Einsicht!!!

Wir sind hier jedoch in einem erlebensorientierten Prozess, der durch ausgeübte, ausgedrückte Selbstereignisse genährt, bewegt, zum wiederholten gespürten Leiden und Glück führt... diesmal mit anderen Menschen zusammen, die es mitbekommen, verursachen... dafür dank Gottes und dank Teufels schuldig sind.

Sobald Sie sich hier durch Ihre moralischen, intellektuellen, politisch korrekten... Gedanken anleiten lassen... haben Sie hier geschafft, unseren Therapieprozess zum langweiligen verdammten, kulturell akzeptierten Konservadurismus zu verhaften, zu kastrieren, zu töten.

Und der wirkliche Grund ist Ihre Grundangst, der Verursacher Ihrer psychosomatischen Störung.

Projizieren Sie hier also mit aller Wucht und lassen Sie dadurch Wellen entstehen. Und rechnen Sie damit, dass es richtig unangenehm wird. Denn das wird ganz sicher Reaktionen bei den anderen Gruppenmitgliedern auslösen... und dafür haften nicht Ihre Eltern, sondern SIE SELBST!!! Und das wird wehtun, genauso wie bei jeder Neugeburt.

PATIENT UND COACH

Sie arbeiten in der Gruppe als Patient oder als Selbsterfahrendes Gruppenmitglied.

Sie arbeiten in der Gruppe auch aktiv und bewusst willentlich als Coach zur Unterstützung der anderen Gruppenmitglieder in deren Selbstentwicklungsprozess.

Versuchen Sie dem anderen Gruppenmitglied zu helfen, zu unterstützen, zu fördern. Mit voller Kraft und Wucht.

Dies tun Sie nicht, indem Sie passiv bleiben, indem Sie nur als Zuschauer teilnehmen. Sonst wären Sie hier nur ein bremsender Parasit in der Gruppe.

Metaphorisch: Sie sind hier der Patient auf dem OP-Tisch und Sie sind hier auch Chirurg.

Versuchen Sie es mit allem, was Ihnen einfällt und auch mittels des Ausdrucks und der Mitteilung Ihrer Wahrnehmungen.

Das heißt:

- durch Spiegelung (Sie geben dem anderen eine Spielfläche, damit er sich selbst sehen kann),

- durch Feedback (Sie melden dem anderen Gruppenmitglied Informationen und Eindrücke),

- durch Ihre mitteilende Haltung als Gegenüber,

- durch das aktive verbalisieren von Vorschlägen und von allerlei Rückmeldungen

- durch das Erteilen von Verständnis oder Nichtverständnis oder Einverständnis

- durch das Ermöglichen von Konfrontation (Auseinandersetzung mit den Inhalten und Gestalten)

- durch die Mitteilung oder Äußerung von eigenen inneren Reaktionen.

 

Sie arbeiten in dieser Art von Gruppenarbeit am wirksamsten als Coach, wenn Sie sich persönlich in dieser Auseinandersetzung vollständig hineinbringen auf der Mensch zu Mensch-Ebene. Das heißt, wenn Sie von sich selbst und mit sich selbst wirklich was riskieren. Z.B. riskieren Sie Angst oder Scham bei sich selbst. Oder sie riskieren Ablehnung von den anderen. Oder sie riskieren, etwas von sich selbst zu zeigen, was Sie meistens verborgen halten möchten. Sie zeigen sich nackt!

In diesem Sinne sind hier oft Ratschläge oder analytische oder pädagogische Interventionen ineffizient, pures nutzloses steriles Intellektualisieren (Mindfucking). Eine Ausnahme sind die Momente, in denen die ganze Gruppe explizit nach konkreten, bodenständigen Lösungsalternativen sucht, wie z.B. bei einem Brainstorming.

In diesem Sinne ist hier erstmals die Arbeit an den Emotionen, inklusive körperlichen Empfindungen die einzig sinnvolle Basis-Gruppenarbeit.

 

INTUITIVE ARBEIT UND VERBALISIERTE BEWUSSTMACHUNG

Aus der intuitiven, feinfühligen, nicht verbalen Arbeit an den Emotionen, Grundgefühlen und inneren Haltungen sollte dann im weiteren Prozess tatsächlich eine kognitive –gedanklich bewusste- Klarheit darüber erfolgen, die man dann meistens auch mithilfe der Sprache strukturiert verbalisieren kann.

So dass es auf diese Art ermöglicht wird, auszusprechen, welche Verhaltensmuster zu verändern sind und auch wie diese Veränderungen konkret und operativ zu verwirklichen -durchzuführen- sind.

Das heißt, es reicht nicht damit, Emotionen zu spüren und auszudrücken und mehr oder weniger spektakuläre Katharsen (affektive Entladungen oder Gefühlsausbrüche) zu erfahren, die sicher sehr erleichternd und wohltuend sein können.

Mit der Erreichung von Entspannung, oder vom Fühlen und Spüren Können dessen, was bisher verborgen lag, ist unsere Arbeit überhaupt noch nicht gemacht.

Es ist an diesem Punkt dann tatsächlich notwendig, doch noch „mit dem Kopf“, mit der „verbalen Intelligenz“ zu arbeiten, um genau zu beschreiben, wie das neue Verhalten auszuüben ist. Ein Verhaltensmodifikationsprojekt steht noch an.

Diese ist eine rein pragmatische Ebene, die den vorherigen Prozess ergänzt und vervollständigt. Wir müssen also genau herausfinden und definieren, wie das Zielverhalten ausgebaut wird, wie man es tut.

Hier können z.B. Problemlösungen ausgearbeitet werden oder auch z.B. neue Lebensstrukturen kreiert werden. Alternativen werden gefunden.

Dieser Teil der Arbeit findet teilweise mit den anderen Mitgliedern im Therapieraum statt. Dieser Teil muss umgehend anschließend nach der Gruppe innerhalb der schriftlichen Reflexion durchgeführt werden: so entsteht das zu erreichende Ziel im Zeitraum zwischen den Sitzungen und dann die dafür notwendige Hausaufgabe. In dieser Zeit im Realleben auf der Wildbahn werden Verhaltensexperimente durchgeführt. Denn es reicht wirklich nicht mit der Arbeit im Therapieraum.

 

Notiz: Therapie findet erstmals im Kern des Gefühls statt! Wir müssen es ganz laut sagen: Dieser letzte, analytische Teil des Modifikationsprojektes ist aber nur ein Teil der Therapiearbeit. Wenn man versucht, sich nur auf diese Arbeitsart zu fokussieren, versäumt man die obigen Strategien und geht man garantiert nicht in die tiefe Veränderung, weil man sie nicht erreicht. Diese Kopfhaltung ist oft eine Abwehrstrategie, um den Kern der Sache zu vermeiden, z.B. weil man vor der Veränderung, oder vor den zu entstehenden Gefühlen, oder vor der Auseinandersetzung mit sich selbst Angst hat.

 

WIEDERHOLENDES FOKUSMITGLIED

Manchmal übernimmt die Arbeit mit einem Fokusmitglied die Gruppenarbeit mehrere Sitzungen nacheinander. Dies ist normal und richtig!

Aber vielen Gruppenmitgliedern fällt es schwer, weil sie z.B. denken, dass sie kein Recht darauf haben oder ähnliche Intellektualisierungen, oder weil es für manche schwer ist, auszuhalten, dass das Braten tagelang brät. Gruppentherapie ist aber kein Fast Food.

Wenn Sie hier nicht der Fokuspatient sind und sich als Gruppenmitglied in diesem Prozess mit dem Fokuspatient wie ganz oben beschrieben hundertprozentig hineinbringen, werden Sie nicht nur dem Fokuspatienten dabei helfen, sondern Sie werden dadurch auswirken, dass bei Ihnen selbst und auch bei der gesamten Gruppe wichtige Fortschritte stattfinden.

Es ist hier notwendig, den Fluss des tatsächlich in der Gruppe stattfindenden Geschehens zu folgen und zu vertiefen. Die darauf entstehenden Gefühle tragen hierzu bei.

 

GLEICHZEITIGE PROZESSE

Es ist dabei erlaubt und sogar förderlich, Prozesse von mehreren Gruppenmitgliedern gleichzeitig geschehen zu lassen, so dass man einen Fokuspatient und mehrere sekundäre Fokuspatienten gleichzeitig in Betrieb hält, auch wenn es höchst verrückt aussehen könnte (was zwanghaft strukturierte Menschen nicht aushalten!). Meistens sind diese Prozesse im Gruppengeschehen inhaltlich, tief emotional verbunden, auch wenn man es auf dem ersten Blick nicht merkt.

Metapher: in den besten Filmen laufen mehrere Geschichten und mehrere Ebenen des Drehbuches gleichzeitig bis zum Gipfel.

 

(KEIN) HAPPY END

Ein Happy End ist nicht immer das beste Ende. Manchmal hat ein schmerzhafter Ausgang mehr Veränderungskraft als ein happy end.

Wenn eine Kognitive Dissonanz intensiv ist und die damit verbundenen Gefühle richtig jucken, dann vergrößert sich die Veränderungsmotivation

Notiz: Was ist eine kognitive Dissonanz? Der Kreis ist nicht geschlossen/ etwas ist noch nicht rund/ innere Anteile erweisen sich als widersprüchlich/ die bisher geführte Fassade sieht wie eine Farse aus.

 

ETWAS ZU WISSEN ÜBER DEN GRUPPENLEITER, HILFT

Der humanistisch und verhaltenstherapeutisch ausgebildeter Gruppenleiter und Gruppentherapeut und systemischer Coach Egon Molineus hat jahrzehntelange Erfahrung als Gruppenmitglied und als Gruppenleiter in sehr unterschiedlichen Gruppensettings.

Er wird Sie ständig begleiten in Ihrem Prozess auf unterschiedlicher Art und Weise.

Er ist extrem unkonventionell und Sie werden oft nicht „verstehen“ oder nachvollziehen, was oder warum er etwas macht. Dies liegt hauptsächlich daran, dass er seine scharfe Intuition zutiefst vertraut und sich davon konventionsfrei leiten lässt.

Andererseits ist er in seiner Persönlichkeit etwas zwanghaft gestrickt und liebt es, Chaos zu strukturieren, während er mit diesem fließt. Dies kann er auch abrupt tun.

Zudem kommen zwei Aspekte: dass er provokativ und konfrontierend, fordernd und fördernd-unterstützend arbeitet. Er kann forsch sein. Seine kämpferische Persönlichkeit verdrängt er hier nicht. Seine mitfühlende verdrängt er auch nicht.

Interessant für Sie zu wissen ist es sicher auch, dass ihn seine Rollen in der Lebensgeschichte als verantwortlich-fürsorgliches Gruppenmitglied geprägt haben.

Ein wichtiges Anliegen von ihm ist es, Ihnen zu ermöglichen, im geschützten Labor des Therapieräumes eine echte Erfahrung zu machen, in der Sie sich selbst sehen können. Dafür greift er zu allimaginären Mitteln, materialen, mentalen Werkzeugen und Kulissen.

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