Angststörung behandeln: Verhaltenstherapie in Hamburg & Holstein

Angst ist eine normale, sinnvolle Reaktion des Körpers – sie wird zur Störung, wenn sie unverhältnismäßig stark, anhaltend oder durch ungefährliche Situationen ausgelöst wird. Dipl.-Psych. Egon Molineus behandelt Angststörungen, Panikattacken und Phobien mit kognitiver Verhaltenstherapie in Hamburg-Altona (Ottensen), in Plön Holstein und online.

 

 

Angststörungen im Überblick

Das subjektive Angstgefühl wird stets von körperlichen Reaktionen begleitet: Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Muskelverspannung. Welche Form der Angststörung vorliegt, bestimmt die therapeutische Vorgehensweise. Egon Molineus führt eine sorgfältige Diagnostik durch, bevor gemeinsam ein individueller Behandlungsplan entwickelt wird.

 

 

Phobie und spezifische Phobie

Bei einer Phobie wird Angst ausschließlich durch ungefährliche Situationen oder Objekte ausgelöst – bereits die bloße Vorstellung kann Erwartungsangst erzeugen. Im schweren Fall treten Panikattacken auf. Die betreffenden Situationen oder Objekte werden konsequent vermieden, was die Angst langfristig verstärkt.

Spezifische Phobien beziehen sich auf Auslöser außerhalb der Person. Häufige Beispiele:

– Angst vor Höhen, engen Räumen (Klaustrophobie) oder Aufzügen
– Angst vor Tieren, Blut oder Injektionen
– Angst vor dem Erröten (Erythrophobie)
– Angst vor Examen, öffentlichen Toiletten oder Dunkelheit
– Angst vor Infektionen oder Vergiftungen
– Angst vor bestimmten Speisen oder Krankenhäusern

 

 

Agoraphobie

Agoraphobie bezeichnet die Angst davor, das eigene Haus zu verlassen, sich auf offenen Plätzen, in Menschenmengen oder öffentlichen Verkehrsmitteln aufzuhalten – oder keinen Fluchtweg zu haben. Agoraphobie kann chronisch werden und wird häufig von einer Panikstörung begleitet. Eine frühzeitige verhaltenstherapeutische Behandlung ist daher besonders wichtig.

 

 

Soziale Phobie

Soziale Ängste treten in sozialen Situationen auf: in der Öffentlichkeit, in Gruppen, bei Auftritten oder alltäglichen Begegnungen. Die Betroffenen fürchten Bewertung, Blamage oder Ablehnung. Die soziale Phobie ist eine der häufigsten Angststörungen und sehr gut mit kognitiver Verhaltenstherapie behandelbar. → Mehr zur Sozialen Phobie

 

 

Panikstörung

Bei einer Panikstörung treten Panikattacken wiederkehrend auf – ohne dass eine andere spezifische Phobie vorliegt. Panikattacken sind intensive Episoden körperlicher Angstsymptome, die sich anfühlen wie ein medizinischer Notfall, es aber nicht sind. → Mehr zur Panikstörung

 

 

Generalisierte Angststörung

Die generalisierte Angststörung (GAS) beschränkt sich nicht auf bestimmte Situationen oder Objekte. Es bestehen viele, wechselnde Sorgen – um Gesundheit, Arbeit, Familie, die Zukunft. Die GAS tendiert dazu, chronisch zu werden. Deshalb ist eine frühzeitige Psychotherapie besonders wichtig. → Mehr zur Generalisierten Angststörung

 

 

Verhaltenstherapie gegen Angst- und Panikstörung

Stressbewältigung

 

 

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Stressbewältigung als Teil der Angsttherapie

Kognitiv-behaviorale Verhaltenstherapie erweitert gezielt die Bewältigungsalternativen im Umgang mit Angst, Panik und Stress. Die folgenden Methoden kommen je nach individuellem Befund und Therapieplan zum Einsatz:

Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Meditation)
– Geleitetes Entdecken und Kognitive Umstrukturierung nach Ellis / Beck
– Selbstverbalisationen und Innerer Dialog
– Verhaltensexperimente
– Selbstverstärkungstraining
– Graduelle Konfrontation der Angst (Systematische Desensibilisierung nach Wolpe)
– Ressourcen-Strukturierung (Zeitmanagement, Prioritäten, Delegieren)
– Stressimpfungstraining nach Meichenbaum
– Gedankenstopp und Bedürfniswahrnehmung
Selbstsicherheitstraining: Nein-Sagen, Grenzen setzen
– Schlaf-, Bewegungs- und Ernährungshygiene

 

 

Verhaltenstherapie bei Angst – Schritt für Schritt

 

 

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Entspannung als erster Schritt

Als allererstes gilt es, zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen: Pause, Urlaub, Stopp. Ein Entspannungsverfahren wird regelmäßig geübt – Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Meditation – und mit einem individuellen Signal verknüpft, das den Entspannungszustand abrufbar macht. Ergänzend wird das langsame Atmen mit dem Bauch (Zwerchfellatmung) erlernt.

 

 

Kognitive Umstrukturierung

Mithilfe von Geleitetem Entdecken (durch durchdachte Fragen – kein Unterricht) und Kognitiver Umstrukturierung nach Albert Ellis oder Aaron Beck werden Fehlinterpretationen und dysfunktionale Denkfehler erkannt und durch realistische, alternative Bewertungen ersetzt. Betroffene können erleichtert entdecken, dass körperliche Empfindungen keine Bedrohung bedeuten – und dass sie an keiner körperlichen oder psychischen Erkrankung leiden.

 

 

Selbstverbalisationen

Durch gezielte Selbstverbalisationen – auch suggestive, in Anlehnung an Hypnose – lernen Betroffene, sich selbst zu beruhigen und zu stärken, die Situation positiv zu interpretieren und ihre Aufmerksamkeit aktiv zu lenken: nach außen, auf Positives, auf aktive Beschäftigungen.

 

 

Verhaltensexperimente

Verhaltensexperimente konfrontieren Fehlinterpretationen direkt – insbesondere die Angst vor der Angst. Sie überprüfen dysfunktionale Überzeugungen und unterstützen das Entdecken alternativer, medizinischer Erklärungen für körperliche Empfindungen.

 

 

Selbstverstärkung und Rückfallprophylaxe

Durch Selbstverstärkungstraining wird die Ausdauer im Umgang mit Angst gefördert und aufrechterhalten. Rückschläge erhalten eine neue Bedeutung: Sie sind nicht endgültig. Neue Angstattacken im Alltag werden methodisch beobachtet und in der Therapie gezielt ausgewertet.

 

 

Graduelle Konfrontation – Systematische Desensibilisierung

Die graduelle Konfrontation der Angst nach Joseph Wolpe ermöglicht eine systematische Desensibilisierung:

1. Erstellung einer individuellen Angsthierarchie
2. Erlernen eines Entspannungsverfahrens als Gegenkraft zur Angst
3. Stufenweise Darbietung angstauslösender Situationen in der Vorstellung – auch in hypnotischer Trance mit Stellvertreter-Figuren
4. Durch die gleichzeitige Entspannung wird die Angst schrittweise abgebaut (Reziproke Hemmung)

 

 

Ressourcen-Strukturierung

Mithilfe des Problemlösungstrainings nach Goldfried & Zurilla werden Ressourcen strukturiert:
Zeitmanagement · Planen · Aktivitäten strukturieren · Erholungsphasen festlegen · Realistische Ziele definieren · Prioritäten setzen · Aufgaben delegieren.

 

 

Kontakt Egon Molineus

Leiden Sie unter Angst, Panikattacken oder Phobien?

Dipl.-Psych. Egon Molineus bietet Verhaltenstherapie in Hamburg-Altona (Ottensen), in Plön (Holstein) und online an. Vereinbaren Sie jetzt ein Erstgespräch.

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