Soziale Phobie behandeln in Hamburg-Altona
Soziale Phobie – auch soziale Angststörung oder soziale Angst genannt – ist eine der
häufigsten psychischen Erkrankungen: Etwa 13 % der Bevölkerung sind betroffen.
Kennzeichnend ist eine ausgeprägte Furcht vor sozialen Situationen, in denen die eigene
Person beobachtet, bewertet oder beurteilt werden könnte: Gespräche, Präsentationen,
Telefonate, Meetings, Dating oder einfach das Essen in der Öffentlichkeit können intensiven
inneren Stress auslösen.
Viele Betroffene ziehen sich deshalb schrittweise zurück, meiden Kontakte und entwickeln zunehmende Selbstunsicherheit – ein Teufelskreis, der ohne Behandlung selten von selbst aufbricht.
Dipl.-Psych. Egon Molineus, approbierter Psychologischer Psychotherapeut mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, behandelt soziale Phobie in Hamburg-Altona (Ottensen) und Plön Holstein – sowie weltweit verschlüsselt online. Die Behandlung erfolgt individuell, strukturiert und in einem geschützten therapeutischen Rahmen.
Typische Symptome sozialer Angst
Soziale Angst zeigt sich auf drei Ebenen:
Gedanklich: ständige Sorge vor Blamage, Selbstbeobachtung in sozialen Situationen („Was denken die anderen über mich?"), negative Vorhersagen, Nachgrübeln nach Begegnungen.
Körperlich: Herzklopfen, Schwitzen, Erröten, Zittern, Mundtrockenheit, Schwindel, Atemnot, Übelkeit oder Magen-Darm-Beschwerden in sozialen Situationen.
Im Verhalten: Vermeiden sozialer Situationen, Rückzug, „Sicherheitsverhalten" (z. B. nur mit bekannten Personen ausgehen, sich im Hintergrund halten, Präsentationen ablehnen).
Ohne Behandlung neigt die soziale Phobie dazu, sich auszuweiten und chronisch zu werden. Eine frühzeitige Verhaltenstherapie ist deshalb entscheidend.
Selbstunsicherheit und soziale Phobie
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Merkmale einer selbstunsicheren Persönlichkeit:
- andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit.
- Überzeugung, selbst sozial unbeholfen, unattraktiv oder minderwertig im Vergleich mit anderen zu sein.
- übertriebene Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden
- persönliche Kontakte nur, wenn Sicherheit besteht, gemocht zu werden
- eingeschränkter Lebensstil wegen des Bedürfnisses nach körperlicher Sicherheit
- Vermeidung beruflicher oder sozialer Aktivitäten, die intensiven zwischenmenschlichen Kontakt bedingen, aus Furcht vor Kritik, Missbilligung oder Ablehnung.
Thema: Minderwertigkeitsgefühl, Minderwertigkeitskomplex
Wie äußert sich soziale Angst im Alltag?
Soziale Phobie / soziale Angst kann sich äußern als:
Fehlschlagangst und Kritikangst:
- Treffen Sie Entscheidungen nicht schnell und sicher?
- Können Sie Kritik nicht leicht und offen äußern?
- Versuchen Sie fast immer, Ihre Gefühle zu verbergen?
- Verlassen Sie sich nicht auf Ihr eigenes Urteil?
- In der Diskussion fallen Ihnen immer erst nachher die richtigen Argumente ein?
- Haben Sie oft Angst, lächerlich zu wirken?
- Haben Sie immer das Gefühl, andere Leute zu belästigen, wenn Sie sie um eine Auskunft bitten?
- Müssen Sie öfters gegen Ihre Schüchternheit ankämpfen?
- Haben Sie ständig Angst, dass Sie etwas Falsches sagen oder tun könnten?
- Wenn jemand Ihre Arbeit kritisiert, bringen Sie gar nichts mehr zustande?
- Lassen Sie Ihre Entscheidungen leicht von andren Leuten umwerfen?
- Ist Ihnen nicht gleichgültig, was andere Leute über Sie denken?
- Vermeiden Sie es möglichst, Verantwortung zu übernehmen?
- Ist es Ihnen äußerst unangenehm, in einer Gesellschaft unpassend gekleidet zu sein?
- Fehlt es Ihnen an Selbstvertrauen?
- Sind Sie sehr verlegen, wenn Sie im Mittelpunkt des Interesses stehen?
- Ist es Ihnen äußerst peinlich, bei einer Veranstaltung zu spät zu kommen?
- In Gegenwart von Autoritätspersonen sind Sie immer verwirrt?
Herausforderungen bei Kontakten und Abgrenzung
Kontaktangst:
- Finden Sie es schwierig, mit einem Fremden ein Gespräch zu beginnen?
- Fällt es Ihnen schwer jemandem zu sagen, dass Sie ihn mögen?
- Wenn Sie in einem fremden Haus eingeladen sind, fühlen Sie sich die ganze Zeit über befangen?
- In Gegenwart des anderen Geschlechts sind Sie schüchtern?
Nicht fordern können:
- Wenn Ihnen jemand ins Wort fällt, fordern Sie ihn nicht auf, sich ausreden zu lassen?
- Können Sie Ihre Forderungen nicht durchsetzen?
- Neigen Sie dazu, sich für alles zu entschuldigen?
- Können Sie eine angemessene Bezahlung für Ihre Arbeit nicht fordern?
- Sind Sie zu höflich, um in einem Restaurant ein schlechtes Essen zu beanstanden?
- Wagen Sie es kaum, eigene Wünsche zu äußern?
- Ist es Ihnen unangenehm, eine Verkäuferin lange in Anspruch zu nehmen?
- Wenn Sie lächerlich gemacht werden, können Sie überhaupt nicht mehr erwidern?
- Eine Gehaltserhöhung zu fordern ist Ihnen fast unmöglich?
- Fällt es Ihnen schwer, falsche Rechnungen zu bemängeln?
- Wenn Sie Ihr Vorgesetzter zu Unrecht tadelt, können Sie sich nicht verteidigen?
Nicht nein sagen können:
- Schlucken Sie Ihren Ärger immer runter?
- Ist es Ihnen unmöglich, mit Menschen, die Ihnen nahestehen, zu streiten?
- Unterlassen Sie alles, was Widerspruch herausfordern könnte?
- Bei Meinungsverschiedenheiten sind Sie immer der erste, der nachgibt?
- Äußern Sie Ihren Ärger nicht sofort, wenn ein Freund Sie zu Unrecht kritisiert?
- Neigen Sie dazu, eher nachzugeben, als einen Streit anzufangen?
- Wagen Sie es nie, offen zu sagen, was Ihnen an anderen nicht gefällt?
- Vermeiden Sie möglichst unangenehme Auseinandersetzungen, auch wenn sie notwendig wären?
Diese Muster sind erlernt – und damit auch verlernbar. Verhaltenstherapie setzt gezielt
an diesen Denkfehlern und Verhaltensgewohnheiten an.
Soziale Phobie: Diagnosekriterien (ICD-10 / F40.1)
Soziale Phobie: Diagnosekriterien:
A) Entweder 1. oder 2.:
Deutliche Furcht im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder sich peinlich oder erniedrigend zu verhalten;
deutliche Vermeidung im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen oder von Situationen, in denen die Angst besteht, sich peinlich oder erniedrigend zu verhalten.
Diese Ängste treten in sozialen Situationen auf, wie Essen oder Sprechen in der Öffentlichkeit, Begegnung von Bekannten in der Öffentlichkeit, Hinzukommen oder Teilnahme an kleinen Gruppen, wie z.B. bei Parties, Konferenzen oder in Klassenräumen.
B) Wenigstens einmal nach Auftreten der Störung müssen in den gefürchteten Situationen mindestens zwei Angstsymptome aus der unten angegebenen Liste (eins der Symptome muss eines der Items 1. bis 4. sein) wenigstens zu einem Zeitpunkt gemeinsam vorhanden gewesen sein:
1. Palpitationen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz
2. Schweißausbrüche
3. fein- oder grobschlägiger Tremor
4. Mundtrockenheit
5. Atembeschwerden
6. Beklemmungsgefühl
7. Thoraxschmerzen oder -missempfindungen
8. Nausea oder abdominelle Missempfindungen (z.B. Unruhegefühl im Magen)
9. Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit
10. Gefühl, die Objekte sind unwirklich (Derealisation) oder man selbst ist weit entfernt oder "nicht wirklich hier" (Depersonalisation)
11. Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden oder "auszuflippen"
12. Angst zu sterben
13. Hitzewallungen oder Kälteschauer
14. Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle
sowie zusätzlich mindestens eins der folgenden Symptome:
Erröten oder Zittern,
Angst zu erbrechen,
Miktions- oder Defäkationsdrang bzw. Angst davor.
C) Deutliche emotionale Belastung durch die Angstsymptome oder das Vermeidungsverhalten. Einsicht, dass die Symptome oder das Vermeidungsverhalten übertrieben und unvernünftig sind.
D) Die Symptome beschränken sich ausschließlich oder vornehmlich auf die gefürchteten Situationen oder auf Gedanken an diese.
E) Die Symptome des Kriteriums A. sind nicht bedingt durch Wahn, Halluzinationen oder andere Symptome der Störungsgruppen organische psychische Störungen, Schizophrenie und verwandte Störungen, affektive Störungen oder eine Zwangsstörung oder sind nicht Folge einer kulturell akzeptierten Anschauung.
Behandlung sozialer Phobie – Verhaltenstherapie in Hamburg-Altona
Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist die am besten belegte Behandlungsform bei sozialer Phobie. In der Praxis von Dipl.-Psych. Egon Molineus kommen folgende evidenzbasierte Methoden zum Einsatz:
Kognitive Umstrukturierung: Dysfunktionale Überzeugungen wie „Alle bemerken, dass ich nervös bin" oder „Ich werde mich blamieren" werden mithilfe des Geleiteten Entdeckens nach Beck und Ellis schrittweise hinterfragt und durch realistische Bewertungen ersetzt.
Exposition (Konfrontation): In abgestuften Schritten werden angstauslösende soziale Situationen aufgesucht – zuerst in der Vorstellung (in sensu), dann real (in vivo). Die Angst nimmt dabei erwiesenermaßen ab, wenn Vermeidung nicht mehr eingesetzt wird.
Selbstsicherheitstraining / Soziales Kompetenztraining: In verhaltenstherapeutischen Gruppentherapiesitzungen werden soziale Fertigkeiten trainiert – Grenzen setzen, Nein sagen, Kritik äußern, Konflikte ansprechen.
Entspannungsverfahren: Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training und Atemübungen reduzieren die körperliche Anspannung und stärken die Selbstregulation.
Hypnotherapeutische Techniken: Ergänzend können hypnotherapeutische Methoden eingesetzt werden, um tieferliegende Muster zu bearbeiten und Ressourcen zu verankern.
Ziel ist es, soziale Situationen zunehmend angstfreier, sicherer und authentischer erleben zu können – und die Lebensqualität dauerhaft zu verbessern.
Dipl.-Psych. Egon Molineus, Psychologischer Psychotherapeut bietet in Hamburg-Altona-Ottensen & Plön Holstein ein Soziales Kompetenztraining/ Selbstsicherheitstraining mithilfe von Verhaltenstherapeutischen Gruppen an.
Kontakt Egon Molineus
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Dipl.-Psych. Egon Molineus
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