Verhaltenstherapie bei Bluthochdruck und Störungen am kardiovaskulären System
Zunächst gilt: Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, zählt zu den bedeutendsten Risikofaktoren für schwerwiegende Folgeerkrankungen. Denn unbehandelt kann er zu Schlaganfall, Herzinfarkt sowie Herz- und Niereninsuffizienz führen. Diagnostisch wird dabei unterschieden zwischen der körperlichen Erkrankung selbst (Bluthochdruck, ICD-Code I10 bzw. BA00) und den psychischen oder Verhaltensfaktoren, die zu ihrer Entstehung beitragen (ICD-Code F54 bzw. 6E40).
Da psychische Faktoren maßgeblich zur Entstehung und Aufrechterhaltung dieser Störung beitragen können, setzen wir zusammen im Therapieraum Hamburg Altona Ottensen deshalb strategische psychotherapeutische Maßnahmen ein. Dabei gehen wir gezielt auf die kardiovaskuläre Störung und ihre Gefahren ein. Im Folgenden werden zunächst die körperlichen Regulationsziele vorgestellt, anschließend folgen die einzelnen psychotherapeutischen Instrumente.
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Körper-System-regulatorische Ziele bei Bluthochdruck
Zunächst gilt es, die Ernährung anzupassen und dadurch Übergewicht schrittweise zu reduzieren. Außerdem sollte die Salzeinnahme deutlich gesenkt werden, denn sie zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren. Ebenso wichtig ist es, das Rauchen sowie den Alkoholkonsum zu beenden. Darüber hinaus empfiehlt sich tägliche aerobische Bewegung, beispielsweise Schwimmen, Wandern, Radfahren, Nordic-Walking, Joggen oder Golf. Nicht zuletzt sollten regelmäßige Pausen im Tagesverlauf eingeplant werden, damit sich der Körper erholen kann.
Zielspezifisches Instrumentarium bei Bluthochdruck
Im Folgenden werden zunächst die einzelnen Belastungsfaktoren beschrieben, die zu Bluthochdruck beitragen können. Anschließend werden die jeweiligen therapeutischen Maßnahmen dargestellt.
Schlaf und Bluthochdruck
Zunächst ist die Schlafhygiene ein zentraler Baustein. Dabei kommt zuerst die Psychoedukation zur psychologischen Stimulus-Kontrolle zum Einsatz. Anschließend erfolgt eine Umstrukturierung von Aktivitäts- und Ruhezeiten, damit sich der Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisiert.
Stress
Zunächst geht es um den Abbau von psychosozialem Stress. Dieser entsteht nämlich häufig durch Feindseligkeit, Konflikte, Mobbing, Ungeduld oder Zeitdruck. Folglich stehen reaktive Gefühle im Mittelpunkt der Behandlung.
Hilflosigkeit bei Bluthochdruck
Um Hilflosigkeit zu reduzieren, kommen deshalb gezielt Empowerment-Strategien sowie Ermächtigungstechniken zum Einsatz. Dadurch gewinnen Betroffene wieder mehr Kontrolle über ihre Situation zurück.
Aggression und Hypertonie
Zunächst gilt es, Aggressionsauslöser zu reduzieren. Anschließend erfolgt eine Umstrukturierung der psychosozialen Netzwerke, damit belastende Beziehungsmuster durchbrochen werden.
Wut als Risikofaktor für Bluthochdruck
Ebenso wichtig ist die Reduktion von Wutauslösern. Hierfür eignen sich insbesondere Ärger-Management-Strategien.
Angst und Bluthochdruck
Zunächst geht es darum, Angstauslöser zu reduzieren, zu desensibilisieren oder vollständig zu löschen. Dazu zählen unter anderem Bedingungsanalysen sowie die klare Beendigung von Vermeidungs- und Verdrängungsstrategien.
Darüber hinaus kommen achtsame, graduelle und emotionsfokussierte Expositionstechniken aus der integrativen kognitiven Verhaltenstherapie zum Einsatz. Wichtig dabei ist jedoch: Reine Konfrontation reicht nicht aus. Vielmehr ist eine intensive, authentische Arbeit am Innenleben erforderlich.
Trauma und Hypertonie
Zunächst werden traumatische Erlebnisse speziell psychotraumatologisch verarbeitet und integriert.
Zudem kommt eine real-übende Gruppenpsychotherapie zum Einsatz, die humanistische Elemente im Hier und Jetzt einbezieht.
Ergänzend dazu dient ein Selbstsicherheitstraining der Stabilisierung. Denn weder reine intellektualisierte Gesprächsgruppentherapie noch bloßes Einsehen und Verstehen reichen aus.
Muskuläre Anspannung bei Bluthochdruck
Um muskuläre und körperlich-organische Anspannung zu lösen, kommen daher verschiedene Entspannungstechniken zum Einsatz.
Dazu zählen beispielsweise Atementspannungstechniken, Autogenes Training nach Schulz, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson sowie außerdem Hatha-Yoga und Qi Gong.
Seelische Anspannung und Bluthochdruck
Ebenso bedeutsam ist der Abbau seelischer Anspannung, die häufig durch Leistungsdruck, Überforderung oder Unterforderung entsteht.
Deshalb kommen unter anderem Verhaltensanalysen, Problemlösetraining sowie Psychoedukation zu Zielerreichung-Strategien zum Einsatz.
Darüber hinaus helfen Stressbewältigungstraining, kognitive Verhaltenstherapie und klinische Hypnose dabei, stressauslösende Situationen neu zu bewerten.
Nicht zuletzt spielen außerdem Kommunikationstraining und Achtsamkeitstraining eine wichtige Rolle.
Lärm als Risikofaktor für Hypertonie
Ebenso trägt die Reduktion von Lärmbelastung maßgeblich zur Entspannung bei.
Schmerz und Bluthochdruck
Schließlich kommen dabei kognitive sowie hypnotherapeutische Techniken zur Schmerzbewältigung zum Einsatz.
Kontakt Egon Molineus
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